Der Bürgerverein Reform e.V. begrüßt das Vorhaben der Stadt Magdeburg, die Weiterentwicklung der Parkanlage Fort II entsprechend der Gewährung von Fördermitteln voranzutreiben. Dafür danken wir den Initiatoren, Planern und beteiligten Verwaltungsmitarbeitern.
Gleichwohl üben wir eine Grundsatzkritik am Grundsatzbeschluss, was die Positionierung und Einhegung der Hundewiese betrifft. Aus dem Lageplan (siehe DSO113_24_Anlage 5_Lageplan_Konzeption_2011) geht hervor, dass die größte Fläche der Parkanlage für Vierbeiner reserviert ist. Dies ist bereits heute der Fall – nur eben nicht umzäunt. Wir weisen eindringlich darauf hin, dass die beabsichtigte Einhegung der Hundewiese durch einen Zaun mit einer geplanten Höhe von 1,20 bis 1,50 Meter (siehe DSO113_24_Anlage 5_Lageplan_Konzeption_2011) dazu führen würde, dass auf diesem großen und für Reform wichtigen Areal keine Veranstaltungen mehr stattfinden können.
Dies halten wir als Verein und aktuell größter Organisator von öffentlichen Veranstaltungen im Stadtteil für inakzeptabel. Bisher veranstalten wir im Fort II jährlich ein großes Kinderfest mit mehreren hundert Besuchern, für das wir die Hundewiese als Veranstaltungsfläche zwingend benötigen. Perspektivisch könnten wir uns weitere Veranstaltungen im Fort II (z.B. „Tanz in den Mai“, „Kartoffelfest“, Flohmarkt, Osterfest oder Eislaufbahn) vorstellen. Dafür haben wir bereits die Installation einer Stromversorgung mit dem Tiefbauamt abgestimmt – diese soll unserer Kenntnis nach 2025 realisiert werden.
Die Stromversorgung sowie die Planung der vorgenannten Vereinsveranstaltungen könnten bzw. müssten verworfen werden, sollte eine eingezäunte Hundewiese die Nutzung der Fläche generell verhindern.
Alternativ schlagen wir als Hundewiese den hinteren Teil der Grünanlage vor.
Wir bitten in der Diskussion außerdem mit zu berücksichtigen, dass Reform ein großer Stadtteil mit fast 14.000 Einwohnern, aber ohne eigenen Festplatz ist. Da haben ähnlich große Kleinstädte wie Wanzleben oder Egeln mehr zu bieten.
Die „Kosmos-Promenade“ ist als Veranstaltungsfläche beengt und wegen ihres Charakters als Marktplatz nur eingeschränkt nutzbar. Die noch vorhandenen Freiflächen nach Rückbauten von Plattenbauten (WuP in der Juri-Gagarin-Straße, Wobau-Flächen am Quittenweg und in der Hermann-Hesse-Straße) werden in absehbarer Zukunft bebaut und stehen somit nicht mehr zur Verfügung. Das Fort II ist perspektivisch die einzige größere Veranstaltungsfläche im Stadtteil. Diese jetzt durch eine Umzäunung für eine Hundewiese aufzugeben, wäre eine Torheit und nicht im Interesse der Reformerinnen und Reformer.
Der Bürgerverein Reform bittet Sie, liebe Stadträtinnen und Stadträte, herzlich um eine Korrektur der Planungen, ehe es zu spät ist.
